Panzerfund auf dem Fliegerhorst Nordholz

04.05.2026

Verschiedene Quellen in den Sozialen Medien berichten derzeit, dass auf dem Fliegerhorst Nordholz bei Erdarbeiten Mitte letzter Woche ein Panzer vom Typ
Sd.Kfz. 142 entdeckt wurde. Dieses Kettenfahrzeug ist allgemein besser unter dem Namen Sturmgeschütz III oder Stug III bekannt. Den vorliegenden Fotos nach zu urteilen befindet sich das Objekt in einem für den Zeitraum von über 80 Jahren nach Kriegsende offenbar recht gut erhaltenem Zustand.
Das Fahrzeug selbst gehörte ursprünglich zur
12. Fallschirmjäger-Sturmgeschützbrigade, die wiederum der 7. Fallschirmjägerdivision unterstellt war. Am 28.04.1945 wurde die Einheit aus organisatorischen Gründen noch einmal in 121. Fallschirmjäger Sturmgeschützbrigade umgewidmet.
Die Brigade war bis kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs westlich der Weser in schwere Abwehrkämpfe unter dem Kommando des II. Fallschirm Korps eingesetzt. Im Zuge der Rückzugsbewegungen setzten sich Teile der 7. Division über die Weser in das nördliche Gebiet von Cuxhaven ab. Ziel war es, die Elbe von dort aus zu überqueren und sich nach Schleswig-Holstein abzusetzen. Einigen Einheiten gelang dies auch noch, bis die Kapitulation des Deutschen Reiches dieses Unterfangen beendete.

Unmittelbar danach diente der Fliegerhorst Nordholz als Sammelpunkt für die Überreste der 7. Fallschirmjägerdivision, wobei dort auch mehrere Kettenfahrzeuge zusammengezogen wurden. Diese Tatsache wird durch diverse Funde unterschiedlicher Art, die dort in jüngster Vergangenheit gemacht wurden, sowie alten Fotos untermauert.

Dass im Boden des Flugplatzes aber auch ausserhalb davon noch einige Verdachtsflächen bestehen wo entsorgtes Kriegsmaterial im Boden schlummert, steht völlig ausser Frage. Dies bezeugen Dokumente und Aussagen von Zeitzeugen.
Die Alliierten haben nach Kriegsende und vor allen Dingen beim Abzug im Jahr 1946 an unterschiedlichen Stellen kurzfristig alles vergraben, was nicht mehr selbst fahren oder fliegen konnte. Die Amerikaner führten dies sogar mit ihren
eigenen Republik P 47 Thunderbold Jagdbombern durch, die nicht wieder mit zurück in die Staaten genommen wurden.
Ob alle Fahrzeuge aus Wehrmachtsbeständen in der Erde entsorgt wurden ist nicht geklärt. Der jetzige Fund jedenfalls war in seinem Zustand nicht mehr fahrtüchtig. Vermutlich wurde er aus diesem Grund vor Ort belassen.

Einige Fotos des letzten Fundes tauchten mittlerweile in verschiedenen zum größten Teil ausländischen Mediengruppen auf. Es bleibt spannend, was der Nordholzer Sand in Zukunft noch alles so an historischem Gerät wieder ausspuckt.

Quelle: https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/a6b71f3e-7d59-4e26-8be3-0f8f2947a5e2/

Das freigelegte Objekt.

Quelle: N.N.

Ein historischer Fund.

Quelle: N.N.

Aüsserlich gut erhalten in der "Wurster Erde".

Quelle: N.N.

Ende des Krieges befanden sich mehrere Panzer der 12/121. Fallschirmjäger-Sturmgeschützbrigade auf dem Fliegerhorst Nordholz. Darunter auf dem Foto vier Stug III, ein Jagdpanzer 38 "Hetzer" und ein Marder III.
Quelle: Festungswerke Cuxhaven/406th FG Association

Quelle: BARCH RW_48_282_0054


Kurz vor der Bergung, Ende 05/2026

Nachdem das Kettenfahrzeug geborgen wurde, hatte man es an einen für die Augen Dritter nicht mehr zugänglichen Bereich auf dem Flugplatz untergestellt.


Das Bildmaterial wurde aus sozialen Netzwerken bezogen oder durch Dritte bereitgestellt. Zur Fokussierung auf das eigentliche Objekt wurden störende Elemente oder Personen mittels KI-Retusche entfernt. Das dargestellte Fundstück selbst blieb dabei in seinem ursprünglichen Zustand unverändert.