Anerkannte Kriegsgräber in den Grabfeldern
Auf dem Friedhof Brockeswalde wurden einige Opfer des letzten Weltkriegs auch auf privaten Grabfeldern bestattet. Diese wurden im Nachhinein als reale Kriegsgräber anerkannt und sind durch das Gräbergesetz damit geschützt. Dies bedeutet, dass sie bewahrt, gepflegt und instandgehalten werden müssen. In den Feldern K und L sind allerdings nur noch vier entsprechende Grabstellen vorhanden. Die restlichen wurden aufgegeben und im Anschluss entfernt, was nicht hätte passieren dürfen.
| Name | Vorname | Geb. | Gef./Gest. | Gräberfeld | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Drewes | Gertrud | K.A. | K.A. | Feld L/ 102 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Gahswindt | Margrit | K.A. | K.A. | Feld C/ 154 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Gardthausen | Philippine | K.A. | K.A. | Feld L/ 72 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Garthausen | Wilhelm | K.A. | K.A. | Feld L/ 71 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Giesel | Hildegard | K.A. | K.A. | Feld L/ 104 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Giesel (Kind) | Ingrid | K.A. | K.A. | Feld L/ 104 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Glocke | Dörte | 1890 | 1945 | Feld L/ 251 | Vermutlich Luftangriff. | |
| Glocke | Harry | 1892 | 1945 | Feld L/ 250 | Vermutlich Luftangriff. | |
| Glocke | Otto-Heitbrink | 1932 | 1945 | Feld L/250 | Vermutlich Luftangriff. | |
| Heidtbrink | Otto | K.A. | K.A. | Feld L/ 252 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Heidtmann | Johann | K.A. | K.A. | Feld K/ 279 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Jäkel | Anni | K.A. | K.A. | Feld L/ 103 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Jäkel (Kind) | Günther | K.A. | K.A. | Feld L/ 103 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Mehren | Karl | K.A. | K.A. | Feld K/ 126 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Sabrowsky | Bertha | K.A. | K.A. | Feld L/ 101 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Sprögel | Edgar | 10.12.1929 | 18.07.1944 | Feld L/ 73 | Amerikanischer Luftangriff | |
| Sprögel | Frieda | 13.09.1895 | 18.07.1944 | Feld L/ 74 | Amerikanischer Luftangriff | |
| Tietje | Peter | K.A. | K.A. | Feld K/ 269 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Wieselhofe | Norbert | K.A. | K.A. | Feld C /152 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Wörmcke | Amanda | K.A. | K.A. | Feld L/ 270 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Wörmcke | Klaus | K.A. | K.A. | Feld L/ 269 | Grabstelle wurde entfernt. | |
| Ziebell | Auguste | 17.04.1874 | 15.04.1945 | Feld K/ 278 | Britischer Luftangriff. |
Wie sieht hier diesbezüglich die Rechtslage aus?
In Deutschland sind als Kriegsgräber anerkannte Grabstätten durch das Gräbergesetz (Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft) besonders geschützt und dürfen grundsätzlich nicht entfernt oder eingeebnet werden. Während reguläre Grabstätten eine begrenzte Ruhefrist haben, genießen Kriegsgräber ein unbefristetes Ruherecht. Das bedeutet, dass sie dauerhaft auf dem Friedhof verbleiben müssen, wobei der Bund die Kosten für deren Anlage und Pflege übernimmt.
Dieser Schutzstatus gilt nicht nur für gefallene Soldaten, sondern unter anderem auch für zivile Opfer von Luftkriegen, politisch Verfolgte des NS-Regimes sowie Opfer von Flucht und Vertreibung. Eine vollständige Auflösung solcher Gräber ist rechtlich ausgeschlossen. Lediglich in sehr seltenen Ausnahmefällen, etwa bei zwingenden baulichen Maßnahmen des Gemeinwohls, ist eine Umbettung an einen anderen Standort oder in eine zentrale Sammelgrabstätte zulässig. Selbst wenn ein privates Familiengrab nach Ablauf der Frist aufgelöst wird, muss ein darin befindliches anerkanntes Kriegsgrab erhalten bleiben und geht in die Obhut der öffentlichen Hand über.





