Geborgenes Sturmgeschütz in Nordholz, geht ins
Panzermuseum nach Munster.

Das vor gut einem Monat bei Bauarbeiten entdeckte Sturmgeschütz III auf dem Fliegerhorst Nordholz wird demnächst an einen anderen Standort verbracht. Wie den Cuxhavener Nachrichten zu entnehmen ist, hat das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHMBw) im Panzermuseum Munster nach entsprechenden Prüfungen den Zuschlag erhalten.

Mit dieser offiziellen Bestätigung sind die Unklarheiten bezüglich des Fahrzeugs ausgeräumt. Rückblickend betrachtet hätte die Kommunikation rund um den Fund jedoch frühzeitiger an die Öffentlichkeit getragen werden sollen. Da offizielle Informationen zunächst ausblieben, verbreiteten sich nicht autorisierte Aufnahmen aus dem Sicherheitsbereich in den sozialen Medien. Die Behörden reagierten darauf aus Sicherheitsgründen restriktiv. Eine zeitnahe, proaktive Informationspolitik hätte der unkontrollierten Dynamik im Netz jedoch entgegenwirken können. Erst nach Medienanfragen wurden nähere Details veröffentlicht.

Der sensible Umgang mit Funden aus der Zeit des Nationalsozialismus ist zwar nachvollziehbar, die anfängliche Zurückhaltung in diesem Fall war jedoch kontraproduktiv. Das Fahrzeug ist kein Objekt der Verherrlichung, sondern ein zeitgeschichtliches Dokument. Als materielles Zeugnis steht es für die verlustreichen Kämpfe in der Region gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und mahnt an das Gedenken der Opfer auf den regionalen Kriegsgräberstätten.

Laut der Presse wollen Archäologen von Kreis und Land entsprechende Verdachtsbereiche auf weitere Bondenfund aus der Zeit des Kriegsendes im Umfeld des Fliegerhorstes überprüfen. Die wahrscheinlichkeit dort auf weitere interessante Objekte zu stoßen, besteht dabei.

Vielleicht finden die bei den Arbeiten ebenfalls entdeckten und inzwischen entfernten Fundamentreste der ehemaligen Zeppelinenhallen "Nogat und Nordstern" auch nochmal eine offizielle Erwähnung in Bild und Ton. Bislang ist darüber leider auch noch nihts veröffentlicht worden..

10.06.26 M.B.